Die Ausstellung spannt einen Bogen zwischen dem Gestern und dem Heute anhand der Trauerkultur. Das Zentrum des historischen Teils bilden die ausgestellten Versehtextilien. Bis in die 1950er Jahre gehörten diese spezifischen Textilien zur Aussteuer der Mädchen. Im Rahmen einer geschlechtsspezifischen Bildungstradition lernten die Mädchen die notwendigen Näh- und Sticktechniken in den Schulen. Zum Einsatz kamen die Textilien bei der Letzen Ölung- dem Sterbesakrament der katholischen Kirche.

Der aktuelle Teil zeigt, dass heute der Umgang mit dem Tod ein koedukativer Bildungsauftrag der Schulen in Baden-Württemberg ist. Anhand von Einblicken in den Religionsunterricht, den Umgang mit Tod und Trauer in der Alltagskultur sowie in den Bereichen Kunst, Musik und Jugendkultur wird die Aktualität der Thematik belegt.


Die Kuratin der  Sonderausstellung Frau Prof. Dr. Ulla Gohl-Völker (mittleres Bild, links) macht auch gerne auf Anfrage persönlich Führungen.

Bei Wunsch bitte melden: Tel. 07171 73675 Gerda Fetzer